Sport in Corona-Zeiten

von Eamon Boyd Ó Foghlú, Unique Church, Eldhose Paul Dipin, Mani Hosnani und Akaia Kazlou, 9d, Goethe-Gymnasium 9d

Sport ist wichtig – nicht nur für Herz, Kreislauf und den Stoffwechsel, sondern auch für den Muskelaufbau und das Wohlbefinden. Doch warum ist das eigentlich so, obwohl man sich eigentlich einer höheren Belastung aussetzt?

Foto: Steve Buissinne / Pixabay


Das liegt zum Beispiel daran, dass durch regelmäßige sportliche Betätigung der Blutdruck sinkt, das Blut leichter durch die Adern gepumpt werden kann und das Herz gegen einen geringeren Widerstand arbeiten muss.

Mit Sport kann man sich besser konzentrieren

Sport wirkt sich nicht nur positiv auf unsere körperliche Gesundheit aus, sondern auch unsere psychische. So wird das Gehirn beim Sport mehr durchblutet, was dazu führt, dass die Konzentrationsfähigkeit sowie das Erinnerungs- und Lernvermögen zunehmen. Zudem schüttet der Körper das Glückshormon Dopamin, Endocannabinoide und Endorphine aus. Diese Stoffe heben unsere Stimmung, bessern unsere geistige Leistung und sorgen für eine geringere Schmerzwahrnehmung.

Schritt-Challenges

Fitnessstudios und Vereine haben geschlossen, es gab und gibt Kontaktbeschränkungen. Wir haben mehr Zeit zu Hause verbracht, weniger Sport getrieben und weniger frische Luft bekommen. Das hat grundlegende Auswirkungen auf unseren Körper: Wir fühlen uns müde, haben Kopfschmerzen und nehmen vielleicht auch an Gewicht zu.

Doch ein Lockdown heißt nicht automatisch, dass man sich sportlich zurückhalten muss. Ganz im Gegenteil: Viele haben gerade während der Pandemie angefangen Sport zu treiben und achten auf ihre Ernährung. Durch Video- oder Outdoor-Workouts auf Abstand sowie z.B. Schritt-Challenges mit Freundinnen und Freunden versuchen sich viele weiterhin fit und motiviert zu halten und im angemessenen Rahmen ihre sozialen Kontakte zu pflegen.

Corona-Sportarten: Radfahren, Badminton Tischtennis

Neben dem mittlerweile obligatorischen Spazierengehen haben viele das Radfahren wiederentdeckt. Doch auch Badminton oder Tischtennis spielen ist hoch im Kurs, da es sich hierbei um Sport handelt, der draußen, auf Abstand und mit anderen Personen durchgeführt werden kann. Neben Endorphinen und Bewegung gibt es zusätzlich auch noch eine wichtige Portion Vitamin D, weil man dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Wir haben Leon (15) interviewt, dem empfohlen wurde Sport zu machen. Hier ist seine Aussage zu den sichtbaren Veränderungen die er erlebt hat: „Ich fühlte mich vorher energielos und schwach, aber nachdem ich für 2 Wochen Sport getrieben habe, konnte ich mich in der Schule viel besser konzentrieren, und konnte viele Dinge einfach viel schneller machen.“

Was passieren würde, wenn man zu lange kein Sport treibt

So schnell wie die Motivation allerdings oft kommt, verschwindet sie manchmal auch wieder. Doch was passiert eigentlich, wenn man sich über längere Zeit nicht mehr sportlich betätigt? 

Eine mögliche Folge ist ein erhöhter Blutdruck. Der steigt zwar auch beim Sport an, allerdings nur kurzzeitig. Ein dauerhaft hoher Blutdruck ist dagegen ziemlich ungesund. Die Blutgefäße reagieren auf den konstant langsamen Blutfluss und Arterien und Venen verlieren an Elastizität, was wiederum – im schlimmsten Fall – zu einem Herzinfarkt führen kann. Beim Ansteigen des Blutzuckerspiegels schüttet der Körper Insulin aus. Beim Sport senkt sich der Blutzucker schneller, da Muskeln den Zucker als Energie verwenden. Die Muskulatur wirkt wie ein Schwamm, der den Zucker aus dem Blut aufnimmt und die Energie als Glykogen speichert. Je mehr Muskulatur desto größer dieser Effekt.

Wer aufhört, baut direkt Muskeln ab

Wer Sport treibt bekommt Muskeln, so ist es nicht sehr verwunderlich, dass jemand, der mit dem Sport aufhört, Muskeln abbaut und schon nach zwei Wochen ohne Training die Leistungsfähigkeit und Ausdauer um ca. 20% sinkt. Selbst bei einer einwöchigen Trainingspause verlangsamt sich bereits der Stoffwechsel. Das führt zu Fettaufbau und damit zu einer schnellen Gewichtszunahme.

Wenn man Sport jeglicher Art vernachlässigt und stattdessen lieber auf dem Sofa sitzt, belastet dies außerdem den Rücken und führt häufig zu Schmerzen und Verspannungen im Hals- und Nackenbereich – gerade in Home-Office-Zeiten ein ohnehin großes Problem.

Ohne Sport bekommt man schlechte Laune

Wer für längere Zeit keinen Sport mehr getrieben hat, bekommt zudem schlechte Laune. Klingt erstmal weit hergeholt, eine Studie hat allerdings festgestellt, dass regelmäßig Trainierende nach nur zwei Wochen Inaktivität müde und schlecht gelaunt wurden. Warum, können die Wissenschaftler*innen allerdings noch nicht sagen.

Die regelmäßige sportliche Betätigung hat viele positive Auswirkungen auf den Körper - kein Sport dagegen einen Haufen negative. Warum also nicht bereits heute damit beginnen? Sport ist schließlich gesund, hält fit und man kann ihn mit Freundinnen und Freunden verbinden, selbst in Corona-Zeiten!