Skyliner machte Hobby zum Beruf

von der Klasse 6c, Gymnasium Römerhof

Richard Freudenberg von den Fraport Skyliners wurde im April 2021 von Schülerinnen und Schülern des Frankfurter Römerhof-Gymnasiums online interviewt. Über 20 Fragen hatte die 6c vorbereitet, die der Profi-Basketballer freundlich und offen beantwortete.

Die Klasse 6c am Gymnasium Römerhof konnte Richard Freudenberg (rechts im Porträt) per Videokonferenz interviewen. // Fotos: Antje Ziogas / FRAPORT SKYLINERS


Der 22-jährige Basketballspieler ist zwar kein Frankfurter, fühlt sich in Frankfurt aber wie zu Hause, denn das Besondere des Vereins sei seine familiäre Atmosphäre, sagt er. Auch dürfe man als Spieler mal einen Fehler machen und habe so als jüngerer Spieler die Chance, besser zu werden. Geboren wurde der Basketballprofi in Heidelberg, er wuchs in München auf und begann hier auch seine Profi-Karriere beim FC Bayern. Schließlich kam er nach einem Jahr an einem College in den USA zu den Fraport Skyliners. Die Skyliners spielen in der Basketball-Bundesliga, das ist die höchste Spielklasse im deutschen Basketball der Männer.

Früher spielte Freudenberg Fußball in München

Richard Freudenberg spielte nicht immer Basketball, denn bevor er sein Talent und seine Leidenschaft dafür entdeckte, spielte er in einem Fußballverein in München und landete wegen seiner Größe im Tor. Das wurde ihm aber bald langweilig. Als ihn seine ebenfalls Basketball spielende Mutter mit zum Training nahm, hatte er sehr viel Spaß dabei und wechselte schnell die Sportart.

Es gab nie viel Freizeit zum Abhängen

Nach viel harter Arbeit schaffte er den Durchbruch zum Profi. Dafür musste er auf vieles verzichten, vor allem „kein Englischer Garten, nicht viel Freizeit in der Jugend mit Abhängen.“ Der 2,06 m große Profi bereute das aber nie, da ihm sein Traum, Profi-Basketballer zu werden, wichtiger war. Wie alle Basketballer würde auch er gerne in der NBA in den USA spielen. Auch sein großes Basketball-Vorbild Paul Pierce spielte dort bei den Boston Celtics. Da Basketballer bis Mitte 30 ihrem Sport nachgehen, drängt die Zeit nicht.

Trainiert wird 2-mal täglich

Verletzungsbedingt muss er momentan auf das reguläre Training verzichten und macht stattdessen 4-5 Stunden täglich Kraft- und Ausdauertraining bzw. geht zu einem Physiotherapeuten. Wenn er aber wieder richtig durchstarten kann, wird er mit seiner Mannschaft wieder 2-mal täglich 2 bis 2,5 Stunden trainieren – und hoffentlich nach Corona wieder an Spielen teilnehmen. Seine Lieblingsposition ist die Flügel-Position, die es ihm erlaubt, seine Stärke als guter Werfer auszuspielen.

Nebenbei studiert der 22-Jährige auch noch

Zu jedem Spiel gehört auch eine gute Vorbereitung: 2 Stunden vor jedem Spiel geht der 22-Jährige in die Halle, trinkt einen Espresso Macchiato, dehnt sich und übt mit den anderen Spielern. Während er bei der Vorbereitung noch etwas aufgeregt ist, verfliegt seine Aufregung mit Spielstart, da er sich so auf das Körbewerfen konzentriert. Leistungsdruck kennt Richard Freudenberg nicht, da er sich immer gut vorbereitet. Dass er auch sein Abitur gemacht hat und jetzt studiert, um auch nach seiner Profi-Karriere auf das Berufsleben gut vorbereitet zu sein, fand die 6c beeindruckend. Sie wünscht Richard Freudenberg noch viele tolle Basketball-Siege!